Donnerstag, 7. Mai 2009

Die Mutter aller Rants

Er: "Ja, was hat denn der am Montag dann gemacht?"

Sie: "Eier geschaukelt oder was?"


Mein Geduldsfaden ist gerissen. Zwei Mal. Ich habe ihn zusammengeknotet und er ist wieder gerissen. Ich konnte mich lange genug zurückhalten. Aber jetzt habe ich die Schnauze voll.


Es begann an einem frühlingshaften Winterabend in Würzburg. Da rief ich bei einem nicht näher bekannten Telefonieunternehmen an, um meinen Umzug anzukündigen. Ich sagte, dass ich am 4. April umziehen würde, dass an meinem alten Wohnort bitte die Telefonleitung zu sperren sei und dass die neue Leitung aktiviert wird. Der Kollege scheint mich nicht verstanden zu haben. Er beschloss, die alte Leitung am 28. März zu kappen. Abends am 27. März habe ich davon erfahren. Da war natürlich alles zu spät. Es hat ungefähr fünf Tage und elf Anrufe bei der Service-Hotline des Telefonieunternehmens gedauert, bis wir wieder Internet hatten.

Die Überraschung erwartete uns am 4. April. Der neue Anschluss funktionierte auf Anhieb! Es war unfassbar und ich musste einige Freudentränen verdrücken. Nur dann kam eine Entscheidung, die mein bisheriges Leben veränderte - VDSL 25 und zwar pronto. Gesagt getan. Auf der Internetseite dieses Vereins ging dieser Tage allerdings gar nichts - Systemumstellung. So kann man sich die angepriesene Gutschrift von 100 Euro bei Internetbestellung natürlich auch sparen. Nach drei Tagen ging's dann endlich. Dann erst einmal Ruhe. Irgendwann, am 16. April kam dann eine Auftragsbestätigung. Super, dachten wir uns, das klappt ja.

Zu früh gefreut. Bis zum 30. April - einem Tag, an dem uns ein Mitarbeiter der Telefoniegesellschaft eigentlich in unseren Räumen aufsuchen wollte - geschah nichts. Am Telefon sagte man mir, die Herrschaften müssten gar nicht in die Wohnung. Okay, und was ist mit den Peripheriegeräten? Bis dato war davon weit und breit nichts zu sehen. "Ja, also wenn die bis Montag nicht kommen, dann müssen Sie noch einmal anrufen. Sie wissen ja, Systemumstellungen, hier geht nix." Es war also bereits eine tolle Idee, etwas zu bestellen, wenn der Laden die Systeme umstellte... So so. Als ich diese Worte durch das Rauschen des Äthers vernahm, hatte ich bereits an die fünf Telefongespräche mit den vertrauenswürdigen Mitarbeitern des Call Centers geführt.

Am Montag passierte - Überraschung - nichts. Telefon her. "Wir können hier nichts sehen, rufen Sie bitte dort an." Nummer wählen, Ansage hören, dass es die Nummer nicht mehr gibt. Andere Nummer wählen. "Hallo, also wir haben keinen Auftrag zum Versand. Rufen Sie doch dort an." "Wieso? Das ist alles gebucht. Wir hatten Lieferschwierigkeiten, wir schicken das gleich raus."

Der Telefonat-Counter wandert bedenklich auf die 25 zu. Mein Handy-Akku ist leer. Drei Tage ziehen vorbei. Nichts passiert. Heute der Anruf beim Versand: "Kein Auftrag." Daraufhin die andere Nummer: "Ihr Auftrag wurde storniert. Ich weiß nicht, wieso."




WTF???!



I'm furious. I'm enraged. Wenn alles gut geht, dann haben wir ab dem 22. Mai V-DSL. Anderthalb Monate nach der Bestellung. Aber die Hoffnung, dass es gut gehen könnte, habe ich in den zehn Minuten verloren, in denen ich ein Schimpfwort nach dem anderen lautstark auf meinem Mund entlassen habe.


PS: Safe Chuck!